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Provinzen

Provinz Barahona

BarahonaDie Provinz Barahona wurde bereits 1881 gegruendet und beinhaltete damals auch noch die Provinz Pedernales, welche 1958 eigenstaednig wurde.

Barahona unterteilt sich in elf Gemeinden und 11 Bezirke. Gemeinden sind Vicente Noble, Penon, Jaquimeyes, Fundacion, Cabral, Salinas, Polo, La Cienaga, Paraiso und Enriquillo. Politisch vertreten ist die Provinz durch 1 Senatoren und 7 Abgeordnete.

Die Hauptstadt heisst wie die Provinz: (Santa Cruz de) Barahona und ist bedeutend fuer die Dominikanische Republik mit ihrem Hafen und vor allem im Bereich Oeko-Tourismus. Die Stadt Barahona wurde bereits 1802 von Toussaint L'Ouverture gegruedent, zur Zeit als Frankreich die ganze Insel Hispaniola beherrschte.  

Demografie:

Nach aktuellen Staenden (2008) leben in der Provinz Barahona 260.565 Einwohner, davon in staedtischen Bereichen 207.410 und im laendlichen Bereich 53.155Barahona Personen. Bei einer Gesamtflaeche von 1.739,38 qkm kommt man auf eine Bevoelkerungsdichte von 150 Einwohnern / qkm. Der Provinzcode fuer Barahona ist DO-04.

Die Bewohner teilen sich wie folgt auf (in Klammern Gesamteinwohnerzahl / staedtisch / laendlich): Cabral (14.569/13.059/1.510), El Penon (6.548/6.506/42), Enriquillo (16.898/7.957/8.941), Fundacion (6.009/4.598/1.411), Jaquimeyes (12.394/6.489/5.905), La Cienaga (8.159/3.303/4.856), Las Salinas (6.589/5.598/991), Paraiso (15.894/7.835/8.059), Polo (10.598/4.193/6.405), Vicente Noble (21.055/14.589/6.466) und die Hauptstadt Barahona (141.852/133.283/8.569).

Geografie:

Die Koordinaten der gleichnamigen Provinzstadt sind 18°12′0″N 71°06′0″W, die Provinz Barahona wird im Sueden/Suedosten vom Karibischen Meer begrenzt, im Suedwesten von der Provinz Pedernales, im Westen/Nordwesten von den Provinzen Indepedencia und Baoruco, im Osten von Azua. Den Suedwesten der Provinz praegt vor allem das Naturschutzgebiet Sierra de Bahoruco.

Vom Nivel des Meeresspiegels geht es hinauf in Hoehen von ueber 1.700 Meter, die klimatischen Bedingungen wechseln hier auf kuerzester Strecke und Temperaturunterschiede von 15°-20°Celsius zwischen Kueste und den Bergen ist keine Seltenheit. Tropischer Regenwald und die Nebelwaelder bieten vor allem der Tier- und Pflanzenwelt noch eine Heimat. Viele Arten sind endemisch, leider auch vom Aussterben bedroht.

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Wirtschaft:

Barahona lebt hauptsaechlich von der Landwirtschaft. Zuckerrohr, Kaffee, Platanos sind die Haupterzeugnisse, neben anderer Fruechte und Gemuese (Mangos und Auberginen hauptsaechlich). Ebenso gibt es eine Industrie, die sehr produktiv ist. In den Freihandelszonen stellt man hauptsaechlich Schuhe und Textilien her. Barahona hat die groesste Blocksteinfabrikation der Dominikanischen Republik, von hier werden Blocksteine zu vielen anderen Inseln exportiert.

Barahona

Ebenso exportiert man vom Hafen weitere Mineralien wie Gips, Salz, Marmor, Bauxit. Die weltweit einzige Larimar-Mine gibt es in Arroyo, ca. 20 Km entfernt vonBarahona, in den Bergen der Sierra de Bahoruco. 2005 errichtete man in Santo Domingo ein Larimarmuseum, mehr als 200 Schleifereien auf der Insel verarbeiten den Pektoltih zu einem schoenen Schmuckstueck. 1918 wurde die Zuckermuehle in Barahona errichtet.

Tourismus

"La Perla del Sur" ist der Beiname der Provinz, die wirklich eine Vielzahl von Attraktionen zu bieten hat. Vor allem im Bereich Oekotourismus gibt es wohl kaum eine Region die So viel zu bieten hat wie Barahona. Und dennoch, seit mehr als 2 Jahrzehnten kommt man nicht aus dem Schatten heraus.

In Cabral gibt es die einzigen Thermalquellen der Karibik, ein italienischer Investor hat bereits hundertausende Dollar investiert und das Land (das Gesetz schreibt dies so vor) erst fuer 12 Jahre gepachtet um es dann kaufen zu koennen. Man wollte zwei Hotels mit einer Kapazitaet von 1000 Zimmern errichten. Doch seit vier Jahren hoert man nichts mehr von dem Projekt, das ausser Plaenen und Vertraegen nichts vorweisen kann.

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Ein weiteres Beispiel fuer Fehlplanungen ist der Internationale Flughafen Maria Montez (IATA Code: BRX), 1996 eingeweiht und benannt nach der beruehmtenHispaniola.eu Schauspielerin der Stadt, Maria Montez. Kurz nach seiner Eroeffnung und einiger Zeit der Inaktivitaeten begann man mit der Demontage des Radars und anderer Geraetschaften. 2009 wurde der Flughafen wieder renoviert, doch zeigte er sich nach wie vor im Dornroeschenschlaf. Nach dem Erdbeben in Haiti (12.1.2010) haette hier der Dreh- und Angelpunkt liegen koennen fuer Hilfslieferungen nach Haiti, man war nicht in der Lage dazu. Nach einigen Arbeiten konnten zumindest Flugzeuge des Typs Hercules C-130 landen. Der weitere Flugverkehr wurde hauptsaechlich ueber Santo Domingo abgewickelt.

Ohne die noetige Infrastruktur um Touristen zu empfangen, halten sich Investoren zurueck. Kleinere Hotels bestehen durch Individualreisende. Ein groesseres Hotel (Barcelo in Bahoruco) musste die Pforten schliessen und zerfaellt seit Jahren. Ein Schicksal, dass Barahona nicht verdient hat. Es gibt einach unzaehlige Dinge zu entdecken: Laguna Cabral(auch bekannt unter Laguna Rincon) mit Schildkroeten und zahlreichen Wasservoegeln und Fischen, die groesste Suesswasserlagune der Dominikanischen Republik), Polo Magnetico, ein faszinierendes Schauspiel wo Autos ohne Motorkraft den Berg hinauf rollen (es sind keine Magnete im Spiel, aber finden sie das Geheimnis!),Cachote (ein Nebelwald ueber Cienaga, in 1.600 - 1.700 Metern Hoehe finden sie unzaehlige Arten von Orchideen und Bromelien, die kleinste Farnart der Welt waechst hier und die Vogelwelt ist einzigartig. Mit ein Grund, warum viele Ornitologen in diese Region kommen), San Rafael (mit seinem beruehmten Balneario), Los Patos (der kleinste Fluss der Welt laedt ebenfalls zum Bade ein) und die Lagune Oviedo sind einige der Schoenheiten dieser Region.

Die blaue Kueste nennt man die Strecke von Barahona nach Pedernales, ohne Zweifel die schoenste Kuestenstrasse Hispaniolas! Somit bleibt es ein verborgener

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 Schatz, der nur fuer die sichtbar wird, die sich alleine auf den Weg machen die Dominikanische Republik zu entdecken. Hilfreich bei Exkursionen ist diese Adresse: http://www.ecotour-repdom.com/

Persoenlichkeiten: 

Julio Lugo, Ruddy Lugo, Edison Volquez (beruehmte Baseballspieler, spielten in der grossen Liga der USA), 

Maria Montez(Schauspielerin, beruehmt in Hollywood geworden und bekam bei Erfindung des Farbfilms den Titel "Queen of Technicolor, siehe links), 

Casandra Damiron(Folkloreaktivistin und Saengerin populaerer Musik), 

Teresita Perez Frangie(Artistin die im Ausland zu Ruhm kam), 

Milton Pelaez und Fabian Damiron(Humoristen) 

Ramon Oviedo (Maler); Hispaniola.eu

Carlos Lassis (Bildhauer) 

Margarita Lamaund Milagros Padilla (Ballettaenzerinnen)

Geschichte:

Bevor die spanische Kolonialherrschaft begann, war die Insel in fuenf Bereiche eingeteilt in denen unterschiedliche Haeuptlinge regierten. Der Kazike Jaragua regierte den Bezirk Bohechio, wo sich die heutige Provinz Barahona befindet. Wie es zu dem Namen Barahona kam ist strittig. Es gibt eine Theorie die besagt, das Wort sei abgeleitet von den Worten Vara y Ona, die anderen glauben, es leitet sich ab von dem Namen Bahia Honda (Tiefe Bucht), eine Andeutung fuer die lokale Lage, denn die Provinzstadt liegt in der Bucht von Neyba.

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Barahona ist ebenfalls ein verbreiteter spanischer Nachname der aus dem Arabischen kommt. So sagen einige, dass Spanier sich ausgebreitet hatten ueber die Insel und gemaaess ihrer Gepflogenheit, auch Gegenden oder Staedte nach sich benannten. Bei den ersten beiden Reisen war Christopher Kolumbus begleitet von Gabriel Barahona, Francisco de Barahona, Juan de Barahona und Luis de Barahona. Nach der Entdeckung 1492 gab es bald die ersten Kriege gegen die Haeuptlinge der Tainos.

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Juan de Barahona und Francisco de Roldan waren diejenigen spanischen Kaempfer, die gegen den Stamm von Haeuptling Jaragua gekaempft hatten. Die Kaempfebegannen in dieser Region im Mai 1496, endeten im November 1498. In der Zwischenzeit hatten Spanier die Tainos gefangen genommen und versklavt. 21 Jahre spaeter wurde die Region wieder von Kriegen erschuettert. Kazike Enriquillo stellte sich mit Macht gegen die Spanier, hatte Zuflucht in den Bergen der Sierra de Neyba und Sierra de Bahoruco. Er kaempfte von 1519 bis 1533 fuer die Freiheit der Sklaven (mittlerweile waren es nicht nur die versklavten Indianer, sondern auch Sklaven aus Afrika) ein und fuegte den Spaniern schwere Verluste zu.

1533 unterzeichnete man einen Friedensvertrag. Capitan Francisco Barrinuevo unterzeichnete im Namen der spanischen Krone den Friedensvertrag. 1801 zogen die Truppen des haitianischen GeneralsToussant Louverture im Norden und Sueden der Dominikanischen Republik ein. An strategischen Punkten liess man sich in Lagern nieder und erbaute Huetten.

1802 gruendete Louverture die Stadt Barahona um eine Unabhaengigkeit von Azua zu erreichen.

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(Stand Mai 2011)

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