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Reportagen

Dominikanische Republik: Raub und Überfälle nehmen stark zu

polizeiWelle der Gewalt verursacht Angst und Schrecken in der Dominikanischen Republik

 Immer wieder hört man im Zusammenhang mit der Dominikanischen Republik von Raub und Mord und Überfällen.

 

Es ist nicht zufriedenstellend wenn man von einem Land diese Dinge berichten muss und selbst dort lebt. Einerseits gibt es einem aber auch etwas mehr Übersicht, denn gerade die Medienwelt lebt gern von schlechten Nachrichten.

Mord und Totschlag ist interessant, wird geklickt und gelesen. Ein Reisebericht oder etwas zur Natur des Landes? Anhand der Klicks sieht man schnell: es interessiert nur wenige Menschen.

Die Dominikanische Republik im TV. Privatsender suchen auch hier die Sensation. Eine ehemalige Hure und Buchautorin die ein Kontaktcafé betreibt, das wäre doch einen Bericht wert! Das wollen Leute sehen, nicht etwa eine deutsche Kleinfamilie die mit den Hürden im Karibikstaat kämpft und sich redlich müht Kunden zu finden und zufriedenzustellen mit einem Dienstleistungsbetrieb. Viel zu bieder, langweilig..

Neben der schlechten Presse kommt oft noch ein wichtiger Punkt hinzu: Opfer sind nicht selten auch die Täter im Land. Wie jetzt fragen sie sich? Nun, der etwas überheblich auftretende „Gringo“ (so werden alle weißen Residenten schnell verallgemeinert genannt, egal welcher Ursprungsnationalität) nimmt sich Dinge heraus die man einfach nicht macht.

Überhebliches Auftreten, dazu zählt vor allem auch: den Einheimischen sehr deutlich spüren zu lassen dass er doch sehr dumm ist und im Grunde keine Ahnung hat. Nun, wo will man die Messlatte ansetzen? Natürlich muss man nicht mit einem Dominikaner über Atomphysik diskutieren, andererseits kann man auch von diesen Menschen eine Menge lernen! Respekt und Toleranz helfen im Umgang miteinander.

Oder: man heuert sie an, zahlt aber schlecht oder gar nicht am Ende der Kündigung, sexuelle Übergriffe...die Liste kann lang werden wenn man so manche Fehlverhalten aufführen wollte die hier schon am Ende im Land Leben gekostet haben. Ja, das Land ist teilweise brutal, ernüchternd und schockierend. Auf der anderen Seite voller Leben und Freude und einer atemberaubenden Naturlandschaft die vielfältiger kaum sein kann. Nein, wir wollen jetzt nicht Lobeshymnen starten, denn momentan, das ist Fakt, rollt eine Welle der Gewalt durch das Land.

Innerhalb weniger Tage wurden etliche Verbrecher durch Polizisten auf frischer Tat ertappt und erschossen. Auch ein Militär und ein Polizist starben, etliche private Opfer bei Überfällen wurden registriert. Die Täter werden immer jünger, sind immer gewaltbereiter. (Tipp an dieser Stelle: sollte man Opfer sein, nie den Helden spielen. Trennen sie sich von Kamera, Uhr und Geldbörse, oder wollen sie ihr Leben verlieren?) Das hört sich nun wieder schlimm an.

Auf der anderen Seite kann man auch die Gewaltwellen analysieren. Es gibt einfach Zonen im Lande die einer gewissen Gefahr nicht entbehren. Momentan (Mai 2012) trifft es einmal mehr die Region San Cristobal. Der derzeitige Polizeichef Generalmajor José Armando Polanco Gómez hat deshalb befohlen: Mehr Patrouillen in diesem Gebiet! Es gab in der letzten Zeit einfach zu viele Überfalle und Einbrüche. Gleiches gilt für Regionen wie Barahona oder Santo Domingo Ost und einige andere. Auch diese Orte sind häufiger als Tatort eines Verbrechens beschrieben.

Generell gilt jedoch: so wenig wie möglich zur Schau stellen. Die Gewaltwelle hat einen Ursprung. Es ist sicher nicht die Tatsache dass es über 207 tausend registrierte Waffen im Land gibt. Ein Blick auf die Tatwaffen zeigt: gestohlene Waffen (meist von Polizisten oder Militärs entwendete), oder illegalen Ursprungs werden bei Verbrechen verwendet. Die angestrebte Entwaffnung der Bevölkerung ist also keine Lösung, eher eine Ohnmacht seitens der Regierung. Sie will einfach nicht (oder kann nicht) effektiv gegen Verbrechen vorgehen.

Rauschgifthandel und organisiertes Verbrechen (z.B.Auftragsmorde) nehmen zu. Nicht selten sind auch hier Uniformträger involviert - vom einfachen Straßenpolizisten bis hin zu einem Offizier! Dabei spielt es keine Rolle ob man bei Polizei, Militär oder Flughafensicherheitseinheiten prüft. Einmal mehr reiht sich alles um das leidige Thema Korruption. Was kann ein einfacher Bürger tun? In Zeiten der wirtschaftlichen Not (womit wir wohl bei dem Hauptgrund der Überfalle sind, neben der Drogenbeschaffungskriminalität) sollte man auf Wertsachen am Körper verzichten und Bargeld nur in erforderlichen Mengen bei sich tragen. Allein in meinem Bekanntenkreis wurden 2 Personen Opfer eines versuchten Raubüberfalles am helllichten Tag in Santo Domingo. Sie hoben die Hände und riefen nur: No hay nada. Sie hatten aber wirklich nichts, weder Geldbörse noch Handy „am Mann“. Die Räuber verschwanden auf dem Moped so schnell wie sie kamen.

Kriminalität, Drogen, Gewalt. Die Angstmacher der Dominikanischen Republik. Als Tourist ist man eher selten gefährdet da man sich innerhalb der Ressorts aufhält oder in organisierten Gruppen durch das Land reist. Als Resident hängt viel von einem selbst ab. Gelegenheit macht Diebe heißt es – also bieten wir so wenig Gelegenheit wie möglich. Und mit Vorsicht ist man immer gut beraten. Im Grunde ist, trotz aller negativer Schlagzeilen, das Land immer noch lebenswert!


Kommentare   

 
# Boykottierenaila 2013-08-08 17:11
EIn solches Land sollte man einfach nicht mehr besuchen. Dann schauen die kriminellen Vollpfosten in die Röhre.
Wer braucht schon einen solchen Urlaubskitzel?
Ich selbst war übrigens bereits 8 Mal auf dieser herrlichen Insel, das ist aber schon lange her. Da war der Tourismus noch in den Kinderschuhen. Zur Zeit würde ich Die DR nicht besuchen.
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