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Reportagen

Die Dominikanische Republik am Ende ?

dominikanische republikWer die Dominikanische Republik schon als Urlauber besuchte, als Resident als zweite Heimat aussuchte oder aus der Ferne beobachtet, fragt sich oft, was ist mit diesem Land nur los?!

Unbestreitbar gehört die Republica Dominicana zu den Ländern der Karibik, welche an Naturschönheiten kaum zu übertreffen ist.

Alles andere als eine flache Insel und mit solch einer Vielfalt an unterschiedlichster Form von Flora und Fauna – paradiesisch darf man dies schon bezeichnen. Auch Liebhaber alter Bauwerke, besonders aus der Kolonialzeit, finden in der Karibikdestination gut erhaltene Zeichen der Geschichte. Strände, Berge, Flüsse und Seen – ein Bilderbuch zum betrachten – aber das Papier beginnt zu vergilben.

 

Nach nun sicher 20 Jahren, in dem ich das Land, die Leute und die Politik beobachte, versuche kennen zu lernen und wo immer möglich zu verstehen, da steht dieses Land mit einem einzigen Begriff immer mehr im Zusammenhang :

Ignoranz !

Wer seit Jahren und Jahrzehnten auf gewisse Verbesserungen in Infrastruktur, Korruption, Denk- und Handlungsweise wartet, der wartet bis Heute vergebens. Effektive Verbrechensbekämpfung, Eindämmung von Drogenhandel und vor allem verbesserten Schutz von ausländischen Investoren, welche man doch so gerne anlockt – wo sind sie – man wartet umsonst.

Ein Land der unzähligen Möglichkeiten, auch ein Land das längst aus dem Status Entwicklungsland draussen sein könnte, aber dies wohl mit gezielter Absicht gar nicht vorhat.Profit

Ein Land mit faszinierendem karibischem Flair und einer sträflichen Ignoranz seitens der Politik und den effektiven Gedankenträgern.

Natürlich zeigt man da und dort den Drang an die „moderne Zeit“ anzuschliessen – man baut Metrolinien, gleich neben völlig verlöcherten und schlecht gewarteten Strassen, flutet das Land mit Mobiltelefonen der Topklasse um das Versorgungsnetz als neue Profitquelle zu etablieren mit einem Service der zum Staunen bringt... - in jeglicher Weise.

Nein es tut sich was – aber nicht wirklich.

Ortschaften die, egal wie verrucht und von Sex-gierigen Billigtouristen bevölkert, waren aber einst doch sehr viel belebter als Heute. Der Sprung zur seriösen Urlaubsdestination misslang schon ein wenig … dürfte wohl auch daran liegen, dass sich seriöse Anleger nicht gerne mit unseriösen Geschäftspraktiken über die Ohren hauen lassen wollen...

Die Dominikanische Republik ist streng genommen immer noch was es war, ein Paradies. Gut es hat inzwischen einiges mehr an Müll überall, ein paar Ortschaften scheinen regelrecht mangels Kondom-verschlingender Kundschaft beinahe ausgestorben – aber wenn man die selbe Ignoranz – oder ist das nur karibische Gelassenheit ? - benutzt, wie all die Amtsträger, welchen völlig egal erscheint was für Wahlversprechen sie abgeben – so kann man ganz gelassen darüber hinweg sehen.

Man kann auch vergessen, das die Strassen von Süden in den Norden via Santiago seit Jahrzehnten ein absoluter Hohn sind, als Haupttransportroute. Man kann auch fast vergessen, das das Leben um ein vielfaches teurer wurde und irgendwo man aber vermisst, das die gesamte Dienstleistung, die Infrastruktur sich verbessert.

Gut wollen wir ehrlich sein, was kümmert es mich.

Ich fliege da rüber, nehme mal da einen Santo Libre und mal dort ein Presidente zu mir, besuche nette Leute ( und die gibt es auf der Insel ), geniesse den Ausblick oder Anblick der unzähligen Schönheiten des Landes, welcher Art auch die nun sein mögen – aber dann.... dann hat es sich nun langsam aber sicher …

Denn wenn man dieses Land liebt, bewundert und fasziniert ist von der Isla Saona, dem Naturschutzpark los Haitises, dem Pico Duarte und all den Herrlichkeiten – dann – ja dann geht einem langsam die Galle hoch ab dieser Ignoranz.Strassenkinder

Nun gut es beruhigt sehr, das das „Volk“ nun gar in Erwägung zieht den allseits bekannten Hipolito wieder als Präsident zu wählen. Da bleibt jedem denkenden Menschen das Wort im Halse stecken.

Was tun ?

Ja das fragen sich sogar die Industriellen aus der Dominikanischen Republik langsam selbst. Und was tun sie ? Man geht nach Haiti und beginnt dort ( bei den ja geschichtlich belegt ach so beliebten Nachbarn ) zu investieren und manch eine böse Zunge spricht da von „die Ratten verlassen das sinkende Schiff“.

Kann nicht sein.

Weil da fliessen ja immer noch dauernd Millionen an Entwicklungshilfen ins Land, offenbar nicht einmal Zweck gebunden. Oder doch – naja wenn sie den Zweck erfüllen sollen gewisse Politikern die Kasse zu füllen, dann schon. Aber wenn es um Kredite geht welche die Bildung fördern sollen, wo sind die dann geblieben ? Also die Bildung und das Geld ?

Darum Ignoranz – aber offenbar lebt man mit dieser ja gut.

Aus der Dominikanischen Republik könnte man weitaus mehr machen – doch wieso auch. Da gibt es ja ein paar wenige die verdienen an diesem „Spiel“ sehr gut und so soll es bleiben. Das Volk zu bilden ist ja das was man da als letztes benötigen kann. Ja ich denke „Quando dios quiere“ - so Gott will – wird das noch lange so andauern.

Denn während die einten schon lange die Insel fluchtartig verliessen, sind schon die nächsten bereit es zu wagen, zu hoffen und zu glauben.

Haiti

Lassen wir mich aussen vor. Bin doch eher nun gespannt, was machen sie nun mit den Menschen aus Haiti.

Eine sehr ungeschickte Entwicklung für den Staat im Osten. Den Haiti hat ebenso touristisches Potential. Beginnt aber bevor man mit dem Hotelbau beginnt, zuerst mit der Eröffnung der Hotelfachschule um geeignetes Personal zu haben. Die ersten grossen Hotelkonzerne haben sich bereits gemeldet in Haiti, wo es stetig voran geht mit dem Aufbau. Sogar sichtbar und nicht nur in den Wahlpropaganden lesbar.

Was dann, wenn Haiti eine Stabilisierung schafft, was durchaus realistisch wirkt ? Was wenn die vielen schönen Orte wie Höhlgrotten, Labadee, Cap-Haitien , Milot und viele mehr von den Urlaubern genossen werden können und diese dann feststellen, das sogar die Arbeitswilligkeit in Haiti bedeutend höher ist ?

Ach lasst uns doch all diese Gedanken ignorieren – geniessen wir die Palmen, den Drink und spielen ein wenig Domino – was soll es – quando dios quiere....

Ach und zum Schluss - sollte dieser Artikel nun doch ein wenig zu durchzogen sein - von nicht karibisch gelassener Boshaftigkeit - einfach ignorieren ...


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