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Reportagen

Sean Penn der Kinostar als Held in Haiti, Teil 1

Sean PennPuerto Principe.- Sean Penn lebt nicht mehr in einem Zelt, umgeben von 40.000 Menschen auf einem schlammigen Golfplatz.

Er läuft auch nicht mehr mit einer Glock-Pistole im Hosenbund herum und schleppt Reissäcke die gespendet wurden und warnt vor einer humanitären Krise.

Der Schauspieler stürmte in die Szene von Haiti als dieses Land nach der schlimmsten Naturkatastrophe seiner Geschichte am Boden lag. Seither hat er aber nicht das Interesse verloren, nach wie vor setzt er sich über Skeptiker hinweg und hat in Haiti Wurzeln geschlagen. Nach dem Erdbeben im Januar 2010 kam er nach Haiti, einem Land das er vorher nie besucht hatte. Seitdem ist es seine größte Aufgabe beim Wiederaufbau von Haiti zu helfen.

"Am Anfang dachten wir er ist eine der vielen Berümtheiten die nach Haiti kamen aber nicht einmal über Nacht blieben", so die Worte von Marye Kedar, Präsident einer Ausbildungs-Stiftung. Doch Penn hat hier viele Menschen überrascht, so Kedar, der an der Seite des Schauspielers mitgearbeitet hat und weiter: "Penn hat Haiti zu seiner zweiten Heimat gemacht". Sean und Oprah

Penn fing als Führer von einer Gruppe Freiwilliger an auf dem Golfplatz. Er galt als der inoffizielle Bürgermeister vom Pentionville Golfklub. Der Schauspieler schaffte Behahusungen für die dort lebenden Obdachlosen und wurde ein wichtiges Mitglied im Kreise des Präsidenten von Haiti, er spricht auf Hilfskonferenzen für den Wiederaufbau von Haiti und findet neue Kapitalanleger. Sean Penn ist Botschafter für den Präsidenten Martelly, der erste nicht-haitianische CEO der "J/P Haitian Relief Organization". Am 25. April wird Sean Penn mit dem "2012 Peace Summit Award" ausgezeichnet auf dem Friedensgipfel in Chicago. Penn ist ein Helfer für ein Land das bisher von einer Katastrophe in die andere geschlingert ist.

Bei einem Interview mit der AP sagte Penn: "endlich kommt das Land aus seinem Loch heraus". Es ist seltsam einen solchen Star in einem Umfeld wie dem von Haiti zu sehen. Er bringt Glanz in ein Gebiet welches keinen Glanz hat, wo Straßen dreckig und staubig sind. Eine Toilette im Haus ist hier selten und die wenigsten Menschen haben hier einen Job.

Sean Penn vertritt eine linksgerichtete Politik die nicht zu der rechts-zentralen Politik vom Präsidenten Martelly passt, seine Stiftung die teilweise von der UN unterstützt wird entspricht nicht den üblichen Hilfsorganisationen und seine direkte Sprache kann man auch nicht als diplomatisch bezeichnen.

PennWas macht Penn in Haiti? Vielleicht passt es zu seinen bisherigen Schauspielerrollen. Er ist der Underdog, der Aussenseiter. Auch in den USA hat er oft Konfrontationen mit der amerikanischen Regierung, der links angesiedelte Schauspieler umarmt lieber Hugo Chavez aus Venezuela der für eine sozialistische Politik steht. Haiti ist ein Land voller Kontrast und Widersprüchen, ein armes Land im Schatten der USA, ein Land der Inspiration und Verzweiflung. Eine Umgebung für einen Aussenseiter.

Bichat Laroque hat seine eigene Sicht. Der 26jährige lebte mit seiner Mutter im Übergangslager auf dem Golfplatz. So sagt er: "vielleicht will Penn ja auch nur helfen. Er heiratete Madonna, machte eine Menge Geld und nach dem Erdbeben in Haiti sagte er: lass uns wass Gutes machen in Haiti."

Wenn der Schauspieler nicht daheim in Los Angeles ist, dann verbringt er die Hälfte seiner Zeit in Haiti. Dann sieht man ihn im Lager des Pentionville Klubs, in ausgeblichenen Jeans und T-Shirt mit einer Flieger-Sonnenbrille. Öffentliche Auftritte sind keine Seltenheit, die Menschen grüßen in englisch oder kreol: "Sean my freind" oder "Bonjou Sean". Sean Penn sagt zu seiner Aktion: " Mein Job ist es den Menschen zu helfen die Zukunft zu bekommen die sie haben wollen". Als Penn Haiti das erste mal betreten hatte war dies eine Woche nach dem Erdbeben. Ihm bot sich das Bild des Todes, eine apokalyptische Zerstörung, Bilder die die Welt erschütterten.


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