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Haiti – Projekt für Projekt ist wichtig

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HaitiHaiti blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück.

Eine Geschichte welche mit dem verheerenden Erdbeben 2010 eine gravierende Wende erfuhr. War Haiti vor diesem tragischen Beben kaum noch in den Schlagzeilen und vegetierte als das ärmste Land der westlichen Hemisphäre ein Mauerblümchendasein, so veränderte die Naturkatastrophe vieles. Schockierende Bilder gingen um die Welt und lenkten die Aufmerksamkeit auf das Land. Eine bislang kaum dagewesene Solidarität wurde ausgelöst und ein grosser Wiederaufbaufond wurde Dank Geldern aus vielen Staaten errichtet. Aber auch viele einzelne Organisationen, viele davon weit vor dem Erdbeben bereits vor Ort, erhöhten Ihre Einsätze und nach anfänglichen Blockaden durch die beinahe lahmgelegte Regierungsstruktur, kam nach ein paar Monaten langsam Bewegung in das geschockte Land dessen Bevölkerung unmenschliches durchleben musste.

 

Nach Beben kam Cholera, politische Instabilität und grosse Ratlosigkeit - Die Hoffnung musste sich erst einen Weg bahnen.

Viele schrien es muss schneller gehen, man sehe nichts und doch, das Land begann sich schrittweise zu revitalisieren. Nun enorme Mengen von Schutt versperrten ebenso die Wege und Möglichkeiten, wie die Tausenden von Obdachlosen in Ihren ärmlichen Zeltlagern. Die ohnehin schon sehr schlechte Infrastruktur wurde beinahe komplett zerstört und es war für viele einfach zu sagen, baut endlich auf.

Haiti

So einfach erwies sich dies aber bei weitem nicht. Erste Notsiedlungen konnte man ausserhalb der Städte errichten, dort verfügte man aber weder über Strom, noch über Wasser. Die gesamte Versorgung war noch schlechter als vor dem Beben und begünstigte die eingeschleppte Choleraepidemie, welche auf hässlichste Weise sich in den Alltag von Haiti bis zum heutigen Tag einfrass. Täglich verfolgen wir die Meldungen und versuchen diese festzuhalten um den Stand der Entwicklungen abschätzen zu können. Denn es geht vieles – Projekt für Projekt wird umgesetzt und immer neue in Angriff genommen. Spitäler und Schulen werden erstellt und eröffnet. Stromversorgungen und Wassersysteme installiert, Strassen neu gebaut und gleichzeitig immer noch Schutt abgetragen und marode Gebäude abgerissen.

Eine logistisch grosse Herausforderung welche oft noch ins Stocken gerät.

Auf der anderen Seite spürt man wie Haiti an die Zukunft glaubt und sich beginnt für die Wirtschaft der kommenden Jahre zu orientieren. Tourismus wird als grosses Potential angesehen. Wie das, denken nun wohl einige, welche das Land wie die meisten Europäer kaum kennen. Aber vergisst man einmal die Trümmer und die Bauarbeiten, so wird man in diesem Land sehr schnell fündig. Uns wurden auch im Bereich Tourismus einige sehr interessante Projekte zugetragen. Eines davon wollten wir aus lauter Begeisterung dem Publikum vorstellen und machten uns daran weitere Erkundigungen einzuziehen. Doch wir wurden gebeten noch zu warten, unmittlebar neben diesem attraktibven Ort, sterben noch zu viele  jeden Tag an Cholera.Haiti und Cholera

2012 gibt es aus Haiti vieles zu berichten, einiges möchten wir aber noch auf Wunsch gewisser Hilfsorganisationen zurück halten. Denn auch wir mussten nun einsehen, warum Schritt für Schritt. Da gibt es Regionen, welche jeden Urlauber anlocken und der Nachbarstaat Dominikanische Republik wird staunen, was da an Naturschönheiten, Bauwerken und sehr speziellen Regionen anzutreffen ist. Würde man nicht gerade da noch auf völlig ungenügende medizinische Versorgung stossen.

Unweit der wohl schönsten Grotten, welche die Insel Hispaniola zu bieten hat, sterben noch täglich Leute an Cholera und Brustoperationen werden unter freiem Himmel abgehalten …. Es wird noch dauern, bis die Schönheiten auch vom Umfeld her Ihren Glanz erlangen und dies Schritt für Schritt. Haiti war einst die Perle der Antillen, ist es in Wirklichkeit immer noch. Aber es gibt noch zu vieles um diese Perle nur von der schönen Seite betrachten zu können.

Täglich erreichen uns positive Meldungen, doch besonders in ländlichen Regionen aber auch unweit von der Hauptstadt entfernt, kämpfen Hilfsorganisationen mit teilweise unglaublichen Projekten mit oft fehlenden Mitteln um eine Verbesserung der Lage. Einiges musste aber bereits wieder geschlossen werden, weil es an Geld mangelt und Haiti nicht mehr die Sensation bietet, welche offenbar für Solidarität notwendig ist. Bleibt zu hoffen, das der Wiederaufbau nicht auf halbem Wege zum erliegen kommt, denn nach wie vor ist das Land weit davon entfernt aus eigenen Stücken ihr Schicksal bewältigen zu können.

Ein Land, von dem wir behaupten, dass es wirklich eine Perle ist und diese wieder werden soll, nicht nur für die Menschen dort selbst, sondern auch für viele Tausende Urlauber, welche dort bereits Heute viel Sehenswertes antreffen würden, wäre die Cholera nicht noch überall präsent. Haiti kann nochHaiti nicht wirklich als Reisedestination empfohlen werden. Aber wohl schon bald, werden einzelne Regionen wieder aufblühen und sich verändern. Und es gibt bereits Stimmen, welche darum bitten, vergesst aber nicht, was Haiti einst war und immer bleiben sollte – wir sind ein Land das eine eigene Identität hat, eine eigene Geschichte und diese soll weiterleben. In Zukunft werden wir darum auch mehr von Haiti selbst berichten, Berichte vor Ort und werden Sehenswürdigkeiten vorstellen, nebst Hilfsorganistaionen, Projekten und vielem mehr. Denn wie die Menschen dort, sind auch wir überzeugt, Haiti ist ein sehr interessantes Land und hat nicht nur von der Geschichte her vieles zu bieten, man darf davon ausgehen, das es auch in Zukunft sehr vieles zu bieten hat und ein neues Gesicht ohne Schutt und Cholera, wird wichtig sein um den Weg zum wirklichen Haiti zu finden.


 

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