Die Residenz des ersten Königs von Haiti - Der Palast Sans Souci bei Milot in Haiti.
Zusammen mit seiner Gemahlin, Königin Marie-Louis und den Zwillingstöchtern, residierten sie auf dem sehr majestätischen Ansitz, wenn auch nur für kurze Dauer.
Der Bau des Palastes begann man 1810 und dauerte nur gerade drei Jahre. Eine sehr kurze Zeitspanne, bedenkt man zu welcher Zeit das riesige Gebäude erstellt
wurde. 1813 wurde der reich verzierte Palast feierlich eingeweiht.
Ein sehr spezielles Kühlsystem, sorgte für angenehme Raumtemperaturen. Ein Kanalsystem, durch welches ein kühler Gebirgsbach floss, senkte die hohen Temperaturen auf natürliche Weise und diente so als natürliche Klimaanlage.
Obwohl der Name „Sans Souci“ - „Ohne Probleme“ bedeutet, war der Palast ein Ort der offenbar nicht für seinen Namen prädestiniert war. Der selbsternannte König Henri der 1., soll haitianischen Legenden zur Folge, am 8. Oktober 1820, sieben Jahre nach der Fertigstellung seiner pompösen Residenz, mit einer silbernen Kugel im Schloss Selbstmord begannen haben.
Sein Leichnam wurde aber den Überlieferungen zur Folge in die nahe gelegene Citadelle gebracht und dort in einem der vielen Innenhöfe begraben worden sein. Sein Tod löste eine erneute Unruhe in Haiti aus.
Nur gerade 10 Tage nach dem Selbstmord des Königs, wurde der Thronerbe Prinz Jacques-Victor Henry durch Bajonette im Schloss getötet.![]()
Jacques-Victor wurde am 3. März 1804 als jüngster Sohn von Henri Christophe und dessen Frau Marie-Louise Coidavid geboren. Seine beiden älteren Brüder starben noch in den Wirren der Revolution und erlebten das Königreich nicht mehr. Doch auch er, als Königserbe wurde gerade mal 16 Jahre alt, man ermordete ihn am 18. Oktober 1820 im Schloss. Das Land war zu diesem Zeitpunkt einmal mehr in Aufruhr und der junge Mann, der zum König ausgerufen werden sollte, trat die Thronfolge niemals an.
1842 wurde Haiti von einem starken Erdbeben heimgesucht, welches auch grosse Teile des Palastes Sans Souci zerstörte. Das Schloss wurde niemals mehr aufgebaut und die letzten Mauern trotzen Heute ohne Dach und Schutz dem Regen und der Sonne. Ganz im Gegensatz zur nahe gelegenen Zitadelle, welche immer wieder neu aufgebaut und renoviert wurde, überliess man den Königspalast des ehemaligen Sklaven seinem Schicksal.
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