Die Hispaniola-Schleiereule (Tyto glaucops) ist eine Art aus der Gattung der Schleiereulen, die nur auf Île de la Tortue und im Ostteil von Haiti in den Großen Antillen vorkommt. Sie galt lange als eine Unterart der Schleiereule, wird aber in jüngerer Literatur als eigenständige Art angesehen.
Ihr Verbreitungsgebiet überlappt sich mit dem der Amerika-Schleiereule. Zu einer Hybridisierung mit dieser Art kommt es jedoch nicht. Dies und die Tatsache, dass sich das Lautrepertoire von dem der Amerika-Schleiereule unterscheidet, hat zu der Einordnung als Art geführt.
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Deutsch - Hispaniola-Schleiereule 
Englisch - Ashy-faced Owl
Französisch - Effraie d'Hispaniola
Verbreitung:
Hispaniola & Tortuga
Größe:
26 – 43 cm, 200 400 g
Lebensraum:
offenes Waldland, Wald, Gestrüpp, oft rund um Städte und Dörfer. Bis über 2000m
Nahrung:
Hauptsächlich kleine Säugetiere und Vögel, auch Baumfrösche und Eidechsen.
Fortpflanzung:
Brütet von Jänner bis Juni in Baumhöhlen, Erdlöchern, Mauervorsprüngen und Gebäuden
Ruf:
Schneller klickender Triller gefolgt von schnarrenden, keuchenden Zischlauten auch gellendes Geschrei
Status:
Da sich durch die frotschreitende Lebensraumzertörund der Bestand drastisch verringert, ist dies Eulenart stark gefährdet und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten.
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Die Hispaniola-Schleiereule ist eine mittelgroße Schleiereulenart. Die Körperlänge beträgt 33 Zentimeter. Sie gleicht sehr der auch in Mitteleuropa vorkommenden Schleiereule, hat jedoch einen aschgrauen Gesichtsschleier, der orange-braun umkränzt ist. Unter den Schleiereulen ist dieser aschgraue Gesichtsschleier einzigartig. Das Körpergefieder ist gelblich-braun mit schwarzen Flecken auf der Körperoberseite. Auf der Körperunterseite haben die Flecken eine leichte Längsform. Die Art ist kleiner als die Amerika-Schleiereule und heller als die Curaçao-Schleiereule.
In ihrem Verbreitungsgebiet kommt sie überwiegend in offenem Gelände vor, das mit wenigen Bäumen und Sträuchern bestanden ist. Sie besiedelt auch offene Wälder und kommt häufig in der Nähe von menschlichen Siedlungen vor. Das Nahrungsspektrum umfasst kleine Säuger wie Mäuse und Ratten sowie kleine Vögel, Reptilien, Frösche und Insekten. Über die Fortpflanzungsbiologie ist nichts bekannt. Diese gleicht vermutlich der anderer Schleiereulen. Da die Art bislang als Unterart der Schleiereule galt, fehlen verlässliche Populationszahlen.
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Die Hispaniola Schleiereule ist nicht nur ein Endemit, sondern auch die seltenste Eule der Welt.
Auf Grund der großflächigen Entwaldung von ca. 85 % in Haiti steht ihr kaum noch Lebensraum zur Verfügung, sodass sie immer mehr in die Dominikanische Republik "auswandert". Hier ist sie unter der spanischen Bezeichnung "Lechuza Cara Cenitza" bekannt.
Wie bei meisten Eulen stehen kleine Säugetiere wie Ratten und Mäuse, Reptilien sowei Frösche und Insekten auf dem Speiseplan der Hispaniola Eule. In der Paarungszeit anderer Vögel kann sie aber zum Nesträuber werden und die Nester der Dorfwebervögel plündern.
In Haiti und der Dominikanischen Republik ist die Hispaniola Schleiereule (Tyto glaucops) bei vielen Menschen, besondern denen die dem Aberglauben verfallen sind wegen ihrer angsteinflößenden Schreie nicht gern gesehen. Sie sehen in ihr das Böse und fürchten den "Unglücksboten". Ihre besonders in der Paarungszeit lauten Kreischtöne die durch röchelnde, stöhnende und fauchende Zischlaute unterbrochen werden können wie in vielen Sprichwörtern überliefert nur von einem Teufelstier stammen.
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Diese "Lechuza" Art ist eine endemische Vogelpopulation und kommt nur auf der Insel Hispaiola vor. In jüngster Zeit wird sie aber auch zum Zweck der Arterhaltung in Europa gehalten.
Zahlreiche Projekte der S. C. R. O. (Society for the Conservation and Research of Owls) kümmern sich gezielt um eine Vermehrung der gefährdeten Art und sollen für einen konstanten Artbestand sorgen.
Neben der Hispaniola Schleiereule gibt es auch noch weitere Eulenarten auf der Insel. Auch die Hispaniola Sumpfohreule (Asio flammus domingensis) und die Hispaniola Styx Eule (Asio stygus noctipetens) auch als Dunkle Waldohr Eule bekannt fühlen sich auf der Karibikinsel wohl.
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