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Home | Insel | Tiere | Haiti-Bussard - Buteo ridgway

Haiti-Bussard - Buteo ridgway

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Haiti-BussardDer Haiti-Bussard (Buteo ridgwayi) ist ein Greifvogel aus der Gattung der Bussarde, beheimatet in Haiti und der Dominikanischen Republik. Der Bussard wurde nach dem  US-amerikanischen Ornithologen Robert Ridgway benannt.

Diese Vogelart gilt als  kritisch gefährdet, weil es sich um eine extrem kleine und zersplitterten Population handelt, die weiter abnimmt.. Nur ein wirksamer Schutz des Nationalpark Los Haitises, Zucht in Gefangenschaft und Freilassung, dürften diese Art vor dem Aussterben retten.

 

 

Fakten:

Aktuelle Rote Liste der IUCN Kategorie - vom Aussterben bedrohtHaiti-Bussard
Familie - Habichtartige (Fischadler, Milane, Falken und Adler)
Populationsgröße - von 160 bis 240 geschlechtsreife Individuen
Bestandsentwicklung - abnehmend
Verbreitung (Brutgebiet)  - 210 km2
Land endemisch? ja

Beschreibung:
Der Haiti-Bussard ist ein 36 bis 41 Zentimeter großer Greifvogel aus der Familie der Habichtartigen. Der Kopf und die Oberseite ist bei den Altvögeln braungrau. Eine grau gebänderte Unterseite mit rostbraunen Schenkeln kontrastiert mit einem schwarz-weiß gebänderten Schwanz. Das Männchen weist eine intensivere Graufärbung auf als das Weibchen. Es hat eine helle rostbraune Schulter, die bei den Weibchen braun getönt ist. Das Weibchen ist unterseits heller und stärker gebändert. Die Jungvögel haben eine braungelbstichige weiße Unterseite mit grauen und braunen Streifen. Der Schwanz ist bei ihnen weniger markiert. Sein Ruf ist schrill.

 

 

Verbreitung:

Der Haiti-Bussard ist in Haiti, der Dominikanischen Republik sowie den kleinen vorgelagerten Inseln Gonâve, Grande Cayamite, Beata und Île-à-Vache beheimatet. Auf letzterer ist er vermutlich ausgestorben. Ein früherer Report aus Culebra zeigt, dass er in der Vergangenheit weiter verbreitet war. Die einzig verbleibende Population lebt heute im Los Haitises National Park im Nordosten der Dominikanischen Republik.

Lebensraum und Lebensweise:

Sein Lebensraum sind unbeeinträchtigte Wälder in einer Höhe bis 2000 m NN. Er bevorzugt Regenwälder, subtropische Nebelwälder, Kiefernwälder und Karstwälder. Gelegentlich findet man ihn im Sekundärwald und in landwirtschaftlich genutzten Regionen. Seine Nahrung besteht aus kleinen Säugetieren, Vögeln, Eidechsen und Schlangen. Von Februar bis März werden in den Wipfeln hoher Bäume (z. B. Palmen) die Nester errichtet. Die Brutzeit ist von März bis April.

Haiti-Bussard

Gefährdung:

Dieser Bussard gehört mit einem Bestand von nur noch 160 - 240 Paaren (Stand: 2006) zu den am stärksten gefährdeten Greifvögeln der Welt. Er ist akut vom Aussterben bedroht, weil sein Lebensraum Schafweiden und Kaffeeplantagen weichen musste. Zudem wird er nach wie vor gejagt. Selbst innerhalb des Nationalpark Los Haitises sind die Holzverbrennung weit die Rodung von Waldflächen für den Anbau von Feldfrüchten weitverbreitet. Dadurch wurde praktisch fast der ganze Wald innerhalb des Parks zerstört, und die noch verbleibenden Gebiete verschwinden mit großer Geschwindigkeit.. Im Jahr 2010 erschien die Situation schlimmer zu werden, was vor allem mangelndes Bewusstsein für die Grenzen des Parks zurückzuführen war. Im Jahr 2005 wurden von 28 überwachtern Nestern, allein vier Nester während der Brutzeit  durch den Menschen  zerstört.

Wesentliche Ursachen der natürlichen Mortalität sind schlechtes Wetter (mehrtägiger Regen wenn die Nestlinge wenn weniger als eine Woche alt sind), und der Befall durch Fliegeneier. Insgesamt aber ist die natürliche Sterblichkeit nicht annähernd so von Bedrohung als der Verlust von Lebensraum und der Verfolgung durch den Menschen. Die Menschen vor Ort sehen den Haiti-Bussard immer noch als eine ernsthafte Bedrohung für ihr Geflügel, obwohl ein solch räuberisches Verhalten nicht bewiesen ist

Vordringliche Schutzmaßnahmen wären die Sicherstellung des verbliebenen Lebensraumes im Los Haitises Nationalpark und das weiter Ausbauen von Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen der Bevölkerung um die direkte Verfolgung zu verringern. Untersuchung des Waldes, welcher an denLos Haitises Nationalpark grenzt, sowie von historischen Stätten welche noch keinen so signifikantenten Verlust von Lebensräumen vorweist einschließlich Isla Beata und Valle Nuevo

 

Quellen:
BirdLife International

Rote Liste IUCN

Wikipedia





 

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