Puerto Principe.- Dilma Rousseff, Präsidentin von Brasilien, stattete Haiti einen kurzen Besuch ab.
Der Besuch galt Haitis Präsident Michel Martelly und den Blauhelmtruppen aus Brasilien welche für die UNO hier ihren Dienst verrichten.
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Rousseff wurde von Martelly am Flughafen begrüßt der in Begleitung seines Ministerpräsident Gary Conille und weiteren Regierungsmitgliedern das Empfangskomitee für den hohen Besuch aus Brasilien bildete. Im Regierungspalast hatten die beiden Staatsoberhäupter ein privates Gespräch bei dem es aber auch um die nationalen Belange ging, die weitere Vereinigung beider Länder. Rousseff war zuvor zu einem 2tägigen Besuch in Kuba gewesen und reiste nun erstmals nach Haiti.
Es wurde über die bisherigen Arbeiten gesprochen die für Haitis Wiederaufbau getätigt wurden. Brasilien engagiert sich aber nicht nur dabei Haiti auf dem Weg aus der Armut zu helfen und die Wirtschaft aufzubauen, auch im Kampf gegen die Cholera ist man sehr bemüht und hilft. Während das Erdbeben mehr als 300.000 Todesopfer gefordert hatte kommen nun bereits über 7.000 Tote durch die Seuche hinzu die UNO-Soldaten aus dem Nepal nach Haiti eingeschleppt hatten. Hier richteten die Bakterien verheerende Schäden an während die Ausbreitung der Cholera in der Dominikanischen Republik unter relativ guter Kontrolle ist.
Die beiden Politiker sprachen auch über die Zukunft der ausgewanderten Haitianer die nun in Brasilien leben. Nach dem Erdbeben hatte man einige Staatsbürger aus Haiti aufgenommen. Diese Zeit galt befristet, das Visa wurde bereits einmal verlängert. Von den rund 4.000 Flüchtlingen bekamen nun 2.400 ein Arbeitsvisum. Beim Besuch des brasilianischen Bataillons welches für die MINUSTAH (Mission der Vereinten Nationen für die Stabilisierung von Haiti) Dienst leistet, dankte Rousseff ihren Soldaten für die Professionalität des Militärs und der brasilianischen Polizei bei ihrer Arbeit.
Seit Gründung der MINUSTAH im Jahre 2004 sind die brasilianischen Truppen die deutlich größten Einheiten. Von 11.600 Soldaten kommen 2.193 aus Brasilien, so viele wie aus keinem anderen Land. Nach der Stippvisite in Haiti reiste Dilma Rousseff am Abend wieder in ihr Heimatland.
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