Santo Domingo.- Raul Yzaguirre, US Botschafter in Santo Domingo ließ sich vertreten durch den Berater für öffentliche Angelegenheiten, Todd Haskell. Kein Wunder, denn die Mitteilung, kaum veröffentlicht, ruft heftige Kritik hervor.
Es geht um den Bau eines US-Marinestützpunkt auf der Insel Saona! Der Kai / Anleger wird von den USA finanziert, kostet rund 1,5 Millionen US Dollar und wird entsprechend Hurrikan-sicher gebaut da in dieser Zone mit diesen Phänomen verstärkt zu rechnen ist.
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Vizeadmiral Nicolas Cabrera Arias von der Kriegsmarine der Dominikanischen Republik bestätigte den Bau und erklärte dass dieser mit der Gruppe für Militärberatung (MAAG) koordiniert wird.
Für die USA ist der Marinestützpunkt von wichtiger strategischer Bedeutung. Vom Posten „Catuano“ auf Saona will man besser illegale Geschäfte kontrollieren, wie zum Beispiel den Drogentransport nach Puerto Rico oder die illegalen Bootsfahrten mit Flüchtlingen aus der Dominikanischen Republik.
Die USA will hier mit ihrem Posten dem internationalen Drogenhandel wie den illegalen Einreisen nach Puerto Rico Einhalt gebieten. Um ein wenig den Geschmack des „militärischen“ zu mildern weist Cabrera Arias darauf hin dass hier nicht nur ein Kai nach modernsten Richtlinien entstehen wird sondern auch ein wertvoller Stützpunkt im Sinne des Umweltschutzes entsteht.
Isla Saona und Isla Catalina sind Bestandteil des Naturparkes Ost und hier haben sich viele Vogelarten, Meeresschildkröten und Fische zurückgezogen. Ihre Arten sind zum Teil gefährdet und das Militär wird auch hier im Sinne des Umwelt-und Artenschutzes seine Aufgaben wahrnehmen. US-Marine als Naturschutzhüter? Wer es glauben mag.
Offensichtlich ist jedoch, dass die USA mit der Drogenkontrolle in der Dominikanischen Republik sehr unzufrieden sind. Erst strich man Mittel für die Dominikanische Republik, nun investiert man in eigene Kontrollposten. Das sollte zumindest eine schallende Ohrfeige für die dominikanische Regierung sein. Deutlicher kann man Unzufriedenheit der ineffizienten Arbeit seitens der dominikanischen Kollegen nicht zeigen.
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