Santo Domingo.- Angesichts des Missverhältnisses zwischen Lottogeschäften und Schulen bekommt man in der Dominikanischen Republik folgenden Eindruck:
Es gibt mehr als dreimal so viele Lotto „Bancas“ wie Bildungszentren im Land. Täglich hat man, trotz der großen Not und Finanzkrise immer ein paar Pesos übrig um zu spielen. Wilson de los Santos ist Präsident der FENABANCA (Vereinigung der dominikanischen Lottogeschäfte) teilte einige Zahlen mit: zur Zeit gibt es landesweit über 35.000 Bancas (so nennt man die Lottobuden in der Dominikanischen Republik). Fast 200.000 Arbeitsplätze werden durch das Lottospiel geschaffen, in den vergangenen 5 Jahren nahm das Geschäft um 50% zu, mehr als 11.Neueröffnungen hab es allein im letzten Jahr.
Jeden Tag hoffen die Menschen auf die richtigen Nummern und verspielen 70 Millionen Pesos. Das macht im Schnitt 2.000 RD$ Tageseinnahme pro Lottobude. Begann alles einmal mit der staatlichen „Nationalen Lotterie“, so gibt es mittlerweile auch Leidsa (internationale elektronische Lotterie) Loteka und Loto Real. Kein Wunder dass bei soviel Umsatz auch die Regierung ihren Teil fordert. Die in diesem Jahr eingeführte Steuer scheint jedoch das Geschäft nachhaltig zu bremsen. Einige Lottobetreiber klagen und wollen wegen der hohen Steuerbelastung das Geschäft schließen. De los Santos sieht eine große Zahl von Arbeitsplätzen in Gefahr. Eine weitere Bedrohung für die registrierten Lottogeschäfte sind zahlreiche illegale Spielbanken und Lottogeschäfte, so der Präsident des Lotto-Verbandes.
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