Pedernales.- Diese Woche schlug die Umweltschutzbehörde Senpa) und die Spezielle Körperschaft der Grenzsicherheit (CESFRONT) zu.
Einmal mehr konnte ein riesiger Holzkohlemeiler in der Dominikanischen Republik ausgehoben und vernichtet werden.
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Im Gebiet Los Arroyos konnten mehrere Personen festgenommen werden, mehrheitlich Haitianer. Im Zuge der Aktion „Grüne Grenze“ wurden insgesamt 5 Holzkohlemeiler vernichtet. Mit dieser, man kann es fast „einmaligen“ Situation nennen, kommt man dem Problem nicht näher. Das Holzkohlegeschäft ist in den Händen einer Mafia, bestehend aus geldgeilen dominikanischen Geschäftsleuten, korrupten Militärs und haitianischem Laufvolk.
Das Geschäft ist riesig. In Haiti herrscht große Armut, Gas zum Kochen kann man sich nicht leisten. Viele Menschen kochen auf dem offenen Feuer. Da man in Haiti nun die größten Landflächen abgeholzt hat muss man auf Ressourcen in der Dominikanischen Republik zurückgreifen. Das Geschäft machen clevere und gierige dominikanische Geschäftsleute die sich nicht um die Natur, Naturschutzgebiete und Gesetze kümmern. Es wird in grenznahen Gebieten und auch anderen Naturschutzgebieten der Dominikanischen Republik üblich jede Art von Bäumen zu fällen und zu Holzkohle zu verarbeiten.
Damit diese Arbeit ungestört verrichtet werden kann werden Waldaufseher bestochen, bis hoch in die Führungsetagen der Umweltbehörde oder Generäle. Jeder hält seine Hand auf und die Unrechtmäßigkeit nimmt seinen Lauf. Ab und zu wird einmal eine Aktion durchgeführt, mehr als eine Alibitat ist es nicht. Die Geschäftemacher erreicht man nicht, die bleiben gedeckt – auch wenn man sie kennt. Gefasst wird er haitianische Arbeiter. Dem jedoch drohen keine Strafen, nur die Abschiebung. Doch so schnell er in Haiti ist, so schnell findet er sich auch wieder im Nachbarland ein und wird wieder bei seinem Arbeitgeber angeheuert.
Es ist die Unfähigkeit der Behörden gekoppelt mit einem hohen Maße an Korruption welches hier herrscht und der Natur große Schäden zufügt. Im Gegenzug rühmt sich die Regierung, speziell das Ministerium für Umwelt und Naturressourcen mit „Wiederaufforstungsaktionen“. Schlechtes Gewissen? Keinesfalls, diese ganzen Umweltmaßnahmen werden von internationalen Vereinigungen wie der EU (Europäische Union) oder anderen Ländern finanziert.
Es geht um den Klimawandel und Klimaschutz, Naturschutz und vielerlei Dinge. Das Ausland zahlt, die Dominikanische Republik kassiert und steckt im Doppelten Sinn Gewinne ein (Aufforstung und Verkauf der Holzkohle) und in Haiti hat man Brennstoff um zu kochen. Vielleicht sollten die EU-Gelder direkt nach Haiti fließen um dort eine bessere Infrastruktur aufzubauen? In ein korruptes Land Geld zu pumpen macht wenig Sinn solange dieses nicht gewillt ist gegen seine eigenen Umweltfrevler vorzugehen.
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