Santo Domingo.- Vor kurzem schrieben wir einen Bericht über die tragische Entwicklung in der Dominikanischen Republik.
Es geht um die extrem steigende Zahl von Selbstmördern. Eine Tatsache die so gar nicht zu einem Volk passt welches für Lebensfreude und Ausgelassenheit steht. Wie jedoch reagiert man seitens der Regierung?
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Sieht man nicht die täglichen Schlagzeilen?
Der traurige Rekord lag bei 5 Menschen welche innerhalb 24 Stunden den Freitod suchten. Vorgestern waren es erneut 5, in 48 Stunden. Nun spricht die Führung der Psychologen von 29 Suiziden im ersten Monat.
Gefühlt waren es sicher mehr, aber die Zahlen schlechter Dinge im Lande werden ja auch gerne geschönt. Schlimmer ist jedoch wie man die Selbstmörder beurteilt. Ja, es waren zahlreiche Minderjährige darunter.
Es sind aber nicht Depressionen, Angstzustände, Arbeitslosigkeit, Schulden, mangelnde Perspektiven Schuld. Nein, seitens der Landesführung tut man ja stets das Beste.
Man kämpft gegen die Armut, allerdings mit einem Resultat was nicht nach Kampf aussieht sondern nach Aufgabe. Es werden immer mehr Menschen die in arme und ärmste Verhältnisse abrutschen. Man stellt fest dass die Personen häufig an Verwirrungen der Persönlichkeit litten und sich in einem schlechten Seelenzustand befanden.
Es sind oft kleine und geringfügige Probleme die die Menschen verzweifeln ließen. Die Frage ist nun aber nicht: wie kann man diese Menschen wieder motivieren, nein, man macht auf ein anderes Problem aufmerksam: die hohe Selbstmordrate von Jugendlichen sein ein Anschlag auf die wirtschaftliche Lage des Landes!
Allerdings gibt man auch zu dass man aus den vorhandenen Mängeln seine Lehren ziehen muss um dem dominikanischen Volk zu helfen. Es schmerzt wenn man sieht wie die Bevölkerung von den eigenen Politikern ausgenutzt wird, Korruption in einem bisher ungeahnten Maße angestiegen ist. Das groß verkündete Jahresthema der Transparenz (2011) war an Verschleierungen nicht zu übertreffen.
Was passiert aber wenn die Presse zu sehr auf dieses Thema eingeht? In den letzten Tagen sahen wir hier Vorgehen die an eine Diktatur erinnern. Ein Haus eines Journalisten wurde vom Militär gestürmt. Einem anderen Journalisten zerstörte man das Büro, beschlagnahmte alle Videobänder und Computer, schloss vorübergehend die Webseite des digitalen Nachrichtenmagazins. Man schrieb und berichtete zu viel über Korruption, noch dazu mit Beweisen und Belegen. Die Regierung zeigt nicht im Ansatz den Willen dem Volk zu dienen. In sofern wird das Jahr 2012 wohl als das Jahr des „Selbstmordes“ in die dominikanische Geschichte eingehen. Der Monat Januar war schon der erste Rekord.
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Kommentare
glaube nur denen die Du selber gefälscht hast.
Heute liest man erneut über das Thema in versch. Tageszeitungen. Scheinbar wird man wach.
Mal sind es 32 Suizide. Mal 35, oder nur 29.
Erinnert mich irgendwie an die Cholerastatisti k. ODer Leptospirose. Oder... Zahlen werden hier nicht ermittelt - man zieht sie offensichtlich - wie beim Lotto.
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