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Lakers mit Interesse an De’Andre Hunter: Trade-Gerüchte überschatten emotionalen Abend in Cleveland

VonBenjamin Blankertz

Jan. 29, 2026

Während die NBA-Trade-Deadline am 5. Februar unaufhaltsam näher rückt, scheinen die Los Angeles Lakers ihr Hauptziel für den Endspurt der Saison identifiziert zu haben. Berichten zufolge steht De’Andre Hunter ganz oben auf der Wunschliste der Kalifornier. Die Cleveland Cavaliers, bei denen der Flügelspieler aktuell unter Vertrag steht, zeigen sich offenbar gesprächsbereit und haben die Diskussionen mit potenziellen Abnehmern in den letzten Tagen intensiviert.

Insider Jake Fischer meldet, dass die Cavaliers entschlossen sind, den ehemaligen Nummer-4-Pick noch vor der Frist abzugeben. Allerdings gestaltet sich die Suche nach einem passenden Deal schwierig. Viele Teams betrachten Hunters Gehalt von über 20 Millionen Dollar für die kommende Saison in Kombination mit seiner umfangreichen Verletzungshistorie als negativen Vermögenswert. Auch sportlich konnte der 28-Jährige die Erwartungen unter Trainer Kenny Atkinson bislang nicht vollends erfüllen. Zwar startete er im Oktober und November vielversprechend mit durchschnittlich 18,3 bzw. 17,1 Punkten in seine erste volle Saison bei den Cavs, doch in den letzten zwei Monaten brach seine Leistung drastisch ein. Aktuell trifft er bei 5,5 Versuchen pro Spiel nur noch einen Karriertiefstwert von 31 Prozent von der Dreierlinie.

Ein „Low-Risk, High-Reward“-Szenario für L.A.

Trotz dieser sportlichen Talfahrt könnte Hunter genau das Puzzlestück sein, das den Lakers fehlt. Angesichts seines gesunkenen Marktwerts hat Los Angeles womöglich die Chance, den „3-and-D“-Spezialisten zu einem günstigen Preis zu bekommen. Laut Brett Siegel von ClutchPoints hat Hunter mittlerweile selbst einen Trade gefordert, und die Cavaliers scheinen gewillt, diesem Wunsch nachzukommen. Cleveland hofft zwar, jenen Gegenwert zurückzuerhalten, den sie einst für Hunter an die Hawks zahlten, doch Insidern zufolge ist dies unwahrscheinlich. Ein Wechsel in der kommenden Woche gilt als sehr wahrscheinlich.

Für die Lakers wäre dieser Schachzug auch finanziell strategisch sinnvoll. Hunters Vertrag, der ihm nächste Saison noch 24,9 Millionen Dollar garantiert, läuft 2027 aus. Damit würde er die langfristigen Pläne der Franchise nicht durchkreuzen, im Sommer 2027 aggressiv um Top-Free-Agents zu werben. Er gilt daher als eine Verpflichtung mit geringem Risiko, aber hohem potenziellen Ertrag für ein Team, das händeringend nach Perimeter-Verteidigung und Distanzwürfen sucht.

Bewerbungsschreiben auf dem Parkett

Ironischerweise lieferte Hunter ausgerechnet am Mittwochabend beim direkten Duell der beiden Teams Argumente für eine Verpflichtung. Beim deutlichen 129:99-Sieg der Cavaliers steuerte er von der Bank kommend 19 Punkte bei und trug so zum fünften Sieg seiner Mannschaft in Folge bei. Für die Lakers hingegen geriet der Abend sportlich zum Desaster – es war die höchste Niederlage des Jahres.

Doch trotz der Klatsche gab es für die Gäste aus Kalifornien einen emotionalen Lichtblick, der nichts mit dem Ergebnis auf der Anzeigetafel zu tun hatte. Für LeBron James war es womöglich der letzte Besuch bei seiner Heimat-Franchise, doch die Aufmerksamkeit im Rocket Mortgage FieldHouse gehörte an diesem Abend vor allem seinem Sohn.

„We want Bronny“

Es war eine Atmosphäre, die sich anders anfühlte als in anderen Hallen der Liga – es fühlte sich an wie Zuhause. Als die vertrauten Sprechchöre „We want Bronny“ eine ohrenbetäubende Lautstärke erreichten, wurde der Wunsch der Fans erfüllt. Bronny James sorgte in der „Garbage Time“ für die wenigen Highlights der Lakers und verwandelte die bittere Niederlage seines Vaters in eine emotionale Rückkehr für den 21-Jährigen.

Bronny erzielte acht Punkte, holte zwei Rebounds, verteilte einen Assist und verbuchte einen Steal. Besonders als er zwei Dreier versenkte und einen einhändigen Dunk im Fastbreak abschloss, brach in der Arena Jubel aus. Es war der Applaus einer Stadt, die ihn nicht als Gegner sah, sondern als einen Sohn, dem sie beim Aufwachsen zugesehen hatte.