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Berliner Lehrerinnen und Lehrer: 40 Prozent arbeiten in Teilzeit

VonOliver Hummel

Jan 11, 2024

Lehrerinnen und Lehrer in Berlin arbeiten im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt vermehrt in Vollzeit und sind im Schnitt älter. Laut dem Statistischen Bundesamt unterrichteten im Schuljahr 2022/23 in Berlin 59,9 Prozent der Lehrkräfte in Vollzeit, während 40,1 Prozent in Teilzeit tätig waren.

In Brandenburg lag die Vollzeit-Quote mit 71,6 Prozent noch höher, während in Hamburg mit 45,6 Prozent die geringste Anzahl an Vollzeit-Lehrern im bundesweiten Vergleich zu verzeichnen war.

Bundesweit erreichte die Teilzeitquote bei Lehrerinnen und Lehrern mit 42,3 Prozent den höchsten Stand der letzten zehn Jahre. Dieser Wert ist im Vergleich zu anderen Berufsfeldern als besonders hoch anzusehen, denn im Durchschnitt aller Wirtschaftsbereiche arbeiteten 2022 lediglich 30,2 Prozent der abhängig Beschäftigten in Teilzeit.

Das hohe Teilzeitniveau wird unter anderem auf den hohen Frauenanteil an Schulen zurückgeführt. Fast drei Viertel des bundesweiten Lehrpersonals sind Frauen, von denen 49,9 Prozent im Schuljahr 2022/23 in Teilzeit arbeiteten.

Die Altersverteilung der Lehrkräfte spielt auch im Hinblick auf den Lehrermangel eine entscheidende Rolle. In Berlin waren mehr als 40 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer 50 Jahre oder älter, während es bundesweit im Schuljahr 2022/23 36,2 Prozent waren. In Brandenburg lag die Quote mit 48,3 Prozent etwas höher, und in Sachsen-Anhalt waren sogar 57,1 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer älter als 50 Jahre.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Anzahl der Lehramtsstudenten, die zum zweiten Mal in Folge rückläufig ist. Etwa 45.400 junge Menschen haben 2022 ein Lehramtsstudium begonnen, was einem Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zu vor zehn Jahren entspricht.